Stein mit Feuerwehrsignet

Freiwillige Feuerwehr Holtsee

Archiv 2013

3. November 2013 – Baum droht zu fallen
Digitaler Funkmeldeempfänger

Gegen 14:15 Uhr rief ein Bewohner aus Harfe, der gerade aus dem Urlaub zurückgekommen war, den Wehrführer an, weil ein Baum an der Kreisstraße gespalten war und die Gefahr bestand, dass der Baum bei stärkerem Wind bricht. Der Wehrführer ließ nach Begutachtung des Baums die Meldeempfänger auslösen und der Baum wurde gefällt.

28. Oktober 2013 – Sturmschäden
Telefon

Gegen 14:30 Uhr wurde Wehrführer Kai-Uwe Haß telefonisch alarmiert, weil von einem Gebäude in der Dorfstraße Dachpfannen auf den Bürgersteig fielen. Auf dem Weg zur Einsatzstelle erreichten ihn Meldungen, dass Bäume die Gemeindestraßen blockierten. Er alarmierte daraufhin ein paar Kameraden und der Bereich der herabfallenden Dachpfannen wurde abgesperrt. Bis 17 Uhr wurden anschließend im Gemeindegebiet mehrere Bäume und Äste von den Straßen entfernt.

Digitaler Funkmeldeempfänger

Um 17:50 Uhr alarmierte die Leitstelle Kiel per Meldemepfänger die Holtseer Wehr, weil in Richtung Gettorf ein Anhänger neben der Straße lag und unklar war, ob sich ein verunglückter Pkw in der Nähe befindet. Es stellt sich heraus, dass der Anhänger schon mindestens drei Stunden dort lag und ein verunfallter Pkw um diese Zeit nicht gesichtet wurde. Da sich der Anhänger in einer stabilen Position befand, wurde der Einsatz ohne Maßnahmen beendet.

Telefon

Kurz vor dem Feuerwehrdienst um 20 Uhr meldete sich ein Einwohner aus Harfe, der in einem älteren Gebäude wohnt, bei dem einige Dachpfannen heruntergefallen waren. Da das Dach keine Unterspannbahn hatte, drang nun massiv Regenwasser in den Wohnbereich ein. Weil sich das Abdecken mit eine Plane als umständlich erwies und noch genügend heile Dachpfannen vorhanden waren und außerdem der Wind deutlich nachgelassen hatte, wurde das Dach kurzerhand provisorisch ausgebessert.

3. Oktober 2013 – Lenzen und Verkehrsunfall

Am Morgen des 3. Oktober meldete sich ein Bewohner der Straße Auf der Höh, dessen Keller voll Wasser gelaufen war und bat um Hilfe. Ihm wurde die sog. Flutbox zur Selbsthilfe übergeben. Gegen Mittag erkundigte sich der Wehrführer, wie es vorangeht und aufgrund des geringen Fortschritts wurde entschieden, mit der Vorbaupumpe des LF 8 weiter zu pumpen.

Digitaler Funkmeldeempfänger

Gegen 12:55 Uhr erhielten wir Alarm durch die Leitstelle, weil am Ortsausgang Richtung Rendsburg ein Motorradfahrer mit einem abbiegenden Trecker kollidiert war. Der Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt. Das Abpumpen des Kellers wurde unterbrochen und zur Unfallstelle verlegt.

Mitalarmiert war die Feuerwehr aus Haby, die auf der Anfahrt nach Holtsee zu einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 78 zwischen Haby und Groß Wittensee umgeleitet wurde. Dort war ebenfalls ein Motorradfahrer verunglückt. Dieser war allerdings so schwer verletzt worden, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Krankenhaus gebracht werden musste (Artikel auf KN-online).

Nachdem die Unfallstelle gegen 13:30 Uhr aufgeräumt war, wurde der Keller weiter ausgepumpt. Um 15:00 Uhr war der Einsatz beendet.

13. September 2013 – Wolfgang Ströh zum Ehrenwehrführer ernannt
Kai-Uwe Haß, Heinrich Möller, Wolfgang Ströh (v. l. n. r.)
Wehrführer Kai-Uwe Haß (links) mit seinem Vorgänger Heinrich Möller und Ehrenwehrführer Wolfgang Ströh (rechts) (Foto: Birgit Johann)

Bekanntgegeben war nur, dass am Kameradschaftsabend Heinrich Möller als Wehrführer von der Wehr verabschiedet werden sollte. Der weitere Grund für die Einladung, nämlich die Ernennung von Wolfgang Ströh zum Ehrenwehrführer, konnte bis zum Schluss geheim gehalten werden.

Zunächst bedankte sich die Wehr bei Heinrich Möller für die als Wehrführer in zwölf Jahren geleistete Arbeit. In seine Amtszeit fielen die Leistungsbewertungen Roter Hahn in den Stufen 1 bis 3, die Wehr feierte ihr 75-jähriges Jubiläum und baute den Geräteschuppen, der der Unterbringung der Schwungjuhle und des Jugendfeuerwehrbusses dient. Auch Einsätze hatte Heinrich Möller reichlich zu leisten. Die wohl schwersten waren die tödlichen Badeunfälle 2005 und 2012 sowie der Säureunfall in der Meierei 2000.

Die Wehr dankte Heinrich Möller, der als Führer der Reserveabteilung nach wie vor im Vorstand der Wehr mitarbeitet, für die geleistete Arbeit mit einer noch nicht näher erläuterten „Kreuzfahrt“ für die gesamte Familie am 22. September.

Auch das Ehrenmitglied Johannes Nielsen hatte ein Geschenk für Heinrich Möller. Er hat ein Erinnerungsbuch mit Fotos aus der gemeinsamen Feuerwehrzeit erstellt, dass er mit einigen launigen plattdeutschen Worten überreichte.

Wolfgang Ströh war 1968 in die Feuerwehr eingetreten, einer der ersten Atemschutzgeräteträger der Wehr und übernahm früh als stellvertretender Gruppenführer die erste Führungsfunktion. 1981 wurde er dann zum stellvertretenden Wehrführer gewählt und übernahm 1989 nach dem Tod von Claus Arendt die Führung der Wehr. Nach zwölf Jahren wurde Heinrich Möller sein Nachfolger und Wolfgang Ströh blieb als Führer der Reserveabteilung Vorstandsmitglied bis zu seinem Übertritt in die Ehrenabteilung Anfang 2013. Er war 45 Jahre aktives Mitglied der Holtseer Wehr, davon 32 Jahre als Vorstandsmitglied. Auf Vorschlag der Wehr ernannte Bürgermeister Jens-Peter Frank den sichtlich überraschten Wolfgang in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenwehrführer.

26. August 2013 – Zwei brennende Strohlager gleichzeitig
Pneumatische Sirene

Kurz nach 1:30 Uhr bemerkt ein Bewohner in Neu-Holtsee einen Feuerschein. Die Leitstelle alarmiert daraufhin die Feuerwehr Sehestedt, deren Wehrführer zunächst die Feuerwehr Haby nachfordert. Beim Verlassen seines Hauses sieht er ebenfalls den Feuerschein und fordert auch unsere Wehr dazu, da zum einen das Feuer sehr groß ist und zum anderen auf Holtseer Gebiet liegt.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle in Lagenburg stellt sich heraus, dass ein Unterstand mit rund 450 Stroh-Quaderballen brennt, sowie Fahrzeuge und Anhänger in einem Maschinenschuppen. Ebenfalls betroffen ist das in unmittelbarer Nähe befindliche Heizöllager. Sofort werden die Feuerwehren Groß Wittensee und Borgstedt nachalarmiert.

Kurz nach 2 Uhr verlässt auch ein Kamerad aus Hohenlieth sein Wohnhaus, um zum Einsatz nach Lagenburg zu fahren und stellt fest, dass sein Strohlager mit 3200 Quaderballen ebenfalls brennt. Da die nachgeforderten Kräfte aus Groß Wittensee und Borgstedt noch nicht in Lagenburg eingesetzt sind, werden diese von Amtswehrführer Peter Thoms nach Hohenlieth umdirigiert. Zusätzlich werden für Hohenlieth die Wehren aus Altenhof-Aschau, Bornstein, Gettorf und Neudorf alarmiert.

In Lagenburg wird durch die Wehren aus Haby und Sehestedt die Wasserversorgung aus einem Hydranten und einem Löschwassertank aufgebaut und von eigenen Kräften aus dem hofeigenen Löschteich. Es gelingt, den Heizöltank zu kühlen und ein Übergreifen des Feuers auf die unmittelbar neben der Brandstelle liegende Wasserversorgung des Hofs zu verhindern.

Zwischenzeitlich nimmt die Holtseer Wehrführung Kontakt mit den Einsatzkräften in Hohenlieth auf und der Kreiswehrführer trifft in Hohenlieth ein. Die Einsatzleitung hat Jürgen Bromann, Amtswehrführer des Amtes Dänischer Wohld, übernommen, der ausreichende Ortskenntnis hat und derzeit keine Unterstützung aus Holtsee benötigt, sodass die Holtseer Kräfte sich auf Lagenburg konzentrieren.

Brennendes Strohlager in Hohenlieth
Hohenlieth: Erste Löscherfolge sind bereits erkennnbar (Foto: Beyer, Kreisfeuerwehrverband)

Bei weiteren Erkundungen wird in Hohenlieth festgestellt, dass in der Nähe des Strohlagers mehrere Paletten mit Ätznatron lagern, die zum Teil brennen. Zur Unterstützung wird daher der Löschzug-Gefahrgut sowie die Technische Einsatzleitung nachalarmiert. Weiterhin erwärmt sich ein Güllebehälter sehr stark, sodass dieser massiv gekühlt werden muss.

Qualmendes Strohlager in Hohenlieth am Morgen
Hohenlieth am Morgen: Das Strohlager wird im Laufe des Tages auf einem Feld verteilt und abgelöscht (Foto: Messerschmidt, Eckernförder Zeitung)
Kettenbagger auf dem Strohhaufen in Lagenburg
Lagenburg: Warten auf den Miststreuer (Foto: Messerschmidt, Eckernförder Zeitung)
Ausgebrannter Stapler in der Maschinenhalle in Lagenburg
Lagenburg: Blick in die Maschinenhalle (Foto: Messerschmidt, Eckernförder Zeitung)

Da das Löschwasser im Lagenburger Löschteich erschöpft war, der Tank bei Lagenburg nicht über längere Zeit ausreicht und auch der Hydrant nicht ausreichend Wasser hergibt, wird mit Unterstützung der Wehren aus Bünsdorf und Holzbunge eine zwei Kilometer lange Löschwasserleitung zur Käserei aufgebaut. Nachdem das Feuer in den frühen Morgenstunden vollständig unter Kontrolle gebracht ist, können die unterstützenden Wehren nach Rückbau der Leitung zur Käserei aus dem Einsatz entlassen werden. Die Wasserversorgung wird danach durch Vakuumtankwagen im Pendelverkehr sichergestellt. Ab etwa 8 Uhr wird damit begonnen, das Stroh mit einem Kettenbagger auf Miststreuer zu verladen, um es auf einem Acker zu verteilen und mit einer Scheibenegge einzuarbeiten.

Durch das Ätznatron hat sich in Hohenlieth konzentrierte Natronlauge gebildet, die unterstützt durch den Löschzug-Gefahrgut, sowie den Gewässerbeauftragten der Gemeinde, Ramon Hiemke, und der unteren Naturschutzbehörde aufgefangen und isoliert wird. Zur Versorgung wird die DRK-Bereitschaft aus dem Kreis alarmiert. Zur weiteren Unterstützung bei der Brandbekämpfung werden rund 2300 Liter Schaummittel von der Feuerwehr Rendsburg zur Einsatzstelle gebracht und kurz nach 5 Uhr die Wehren aus Blickstedt, Groß Königsförde, Revensdorf und Tüttendorf nachalarmiert. Nachdem am Güllebehalter Betonabplatzungen festgestellt wurden, wird ein Fachberater des THW hinzugezogen, der feststellt, dass von dem Behälter keine unmittelbare Gefahr ausgeht, aber sicherheitshalber das Umpumpen der Gülle empfiehlt. Dies wird durch den Hofbesitzer veranlasst.

Ab ca. 8 Uhr wird auch in Hohenlieth damit begonnen, das Stroh mit Baggern zu verladen und auf einem Feld auszubringen. Allerdings kann es nicht eingearbeitet, sondern muss abgelöscht werden. Borgstedt, Gettorf und Groß Wittensee können aus dem Einsatz entlassen werden. Um 12 Uhr werden die ersten Wehren durch die Feuerwehren aus Felm und Rathmannsdorf-Felmerholz abgelöst.

Gegen 14 Uhr ist der Einsatz in Lagenburg so weit unter Kontrolle, dass die dortige Einsatzleitung einem Gruppenführer, der die weiteren Nachlöscharbeiten führt, übergeben werden kann. Der Holtseer Wehrführer Kai-Uwe Hass übernimmt dann die Einsatzleitung in Hohenlieth. Gleichzeitig werden die restlichen Einsatzkräfte durch die Wehren aus Barkelsby, Damendorf, Gammelby, Holzbunge, Hütten, Loose und eigene Kräfte ersetzt.

Am späten Nachmittag wird die Feuerwehr Felm wieder aus dem Einsatz entlassen. Die Wasserversorgung wird dann auch an dieser Einsatzstelle teilweise auf Tankwagen umgestellt. Um 19 Uhr werden die Wehren aus Holzbunge, die ja bereits in der Nacht in Lagenburg im Einsatz gewesen war, und Rathmannsdorf-Felmerholz durch die Feuerwehr Ahlefeld-Bistensee abgelöst.

Nachdem gegen 20:10 Uhr der Einsatz in Lagenburg beendet ist, verlegen die letzten Holtseer Einsatzkräfte nach einer kurzen Versorgungsphase zur Einsatzstelle nach Hohenlieth, wo die Kräfte aus Barkelsby und Gammelby aus dem Einsatz herausgelöst werden können. Gegen 23 Uhr ist der Brand gelöscht und die letzten Einsatzkräfte können nach und nach die Einsatzstelle verlassen.

Eine Brandwache wird dankenswerterweise von der Feuerwehr Bornstein übernommen. Diese wird am nächsten Morgen um 5 Uhr von eigenen Kräften wieder abgelöst. Es zeigt sich in den Morgenstunden, dass noch einige kleinere Glutnester vorhanden sind. Diese können mit Unterstützung eines Baggers nach Tagesanbruch bekämpft werden, sodass die letzten Einsatzkräfte um 9 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Am Abend wird dann das restliche Material, das als schnelle Angriffsleitung vor Ort liegen gelassen wurde, aufgeräumt.

23. August 2013 – Grillabend für die Hochwasserhelfer

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde bedankte sich mit einem Grillabend am Jugendfeuerwehrzentrum bei den in Sachsen-Anhalt eingesetzten Feuerwehrkräften aus dem Kreis. Bevor bei Grillwurst und Bier Erinnerungen ausgetauscht und Kontakte vertieft wurden, wurden alle Teilnehmer mit einer Dankesurkunde des Kreises und des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt, sowie ein Dankschreiben des Ministerpräsidenten und des Innenministers überreicht. Als Erinnerung konnte jeder zusätzlich ein kleines Erinnerungsheft, in dem der Einsatz zusammengefasst war, und eine DVD mit Fotos und Videos vom Einsatz mitnehmen.

8. Juli 2013 Dank des Bürgermeisters bei den Hochwasserhelfern

Im Rahmen der Gemeindevertretersitzung bedankte sich Bürgermeister Jens-Peter Frank noch einmal ausdrücklich bei den sieben Holtseer Kameraden, die am Einsatz der Feuerwehrbereitschaften beim Elbehochwasser teilgenommen haben.

14. bis 20. Juni 2013 – Einsatz beim Elbehochwasser

In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni wurde im Bereich Stendal (Sachsen-Anhalt) ein 80 cm breiter Riss im westlichen Elbdeich entdeckt. Zudem waren zwei Notdeiche gebrochen, sodass der Krisenstab des Landes Sachsen-Anhalt länderübergreifende Hilfe aus Schleswig-Holstein anforderte. Durch das Schleswig-Holsteinische Innenministerium wurden die Feuerwehrbereitschaften der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde, sowie die Technische Einsatzleitung des Kreises Ostholstein unter Führung des Leiters der Berufsfeuerwehr Neumünster Oberbrandrat Sven Kasulke alarmiert. Als Sammelpunkt für die Einsatzkräfte war der Rastplatz Harburger Berge an der A 7 am 14. Juni um 7 Uhr festgelegt worden.

Elbhochwasser in Arneburg
Elbhochwasser in Arneburg

Wehrführer Kai-Uwe Haß wurde kurz vor 2 Uhr alarmiert. Die voraussichtliche Einsatzdauer sollte sieben Tage betragen. Um 3:20 Uhr setzte sich das LF 16-TS mit den sieben Kameraden Kai-Uwe Haß, Timo Anders, Hannes Benn, Claus Henning, Sönke Koberg, Michael Möller und Manfred Ströh in Marsch und erreichte gegen 4 Uhr den Sammelpunkt der Kreisbereitschaft in Rendsburg. Um 5:30 Uhr erfolgte der Abmarsch von zwei Bereitschaften mit je zwei Zügen, insgesamt 90 Einsatzkräfte und 16 Fahrzeuge.

Bereitschaft im „Industriepark Altmark“
Bereitschaft im „Industriepark Altmark“
Feldbetten zwischen Waggonachsen
Schlafplatz unter dem Schleppdach
LF 16-TS aus Holtsee und Gettorf in Kamern
Einsatzstelle der LF 16-TS aus Holtsee und Gettorf in Kamern
Wasserpumpen in die Feldmark
3500 Liter eindringendes Wasser werden pro Minute in die Feldmark gepumpt
Überschwemmte Straße in Kamern
Chausseestraße in Kamern vor dem Deich nach Norden
Campingplatz
Campingplatz in Kamern
Durchbruch in der Straße nach Warnau
Durchbruch in der Straße nach Warnau
Überschwemmung Richtung Warnau
Blick nach Warnau
Hannes Benn, Kai-Uwe Haß, Manfred Ströh, Timo Anders, Michael Möller, Sönke Koberg (v. l. n. r.)
Hannes Benn, Kai-Uwe Haß, Manfred Ströh, Timo Anders, Michael Möller und Sönke Koberg (v. l. n. r., nicht auf dem Bild: Claus Henning)

Gegen 17:30 wurde Arneburg (nördl. Stendal) erreicht. Da der Deich zwischenzeitlich stabilisiert werden konnte, gingen die Schleswig-Holsteinischen Kräfte, insgesamt 311 Personen mit 66 Fahrzeuge, im „Industriepark Altmark“ in Bereitstellung. Am darauffolgenden Tag wurden die Schleswig-Holsteinischer aus der Bereitstellung entlassen und verließen am Nachmittag Arneburg, um sich im Bereitstellungsraum Perleberg (Brandenburg) auf den Einsatz im Elbe-Havel-Winkel vorzubereiten. Untergebracht waren wir in der Rolandhalle, einer großen Sporthalle mit hervorragenden sanitären Einrichtungen.

Am Sonntag, den 16. Juni wurden wir um 9:20 Uhr in den Elbe-Havel-Winkel in Marsch gesetzt. Um unseren Einsatzraum zu erreichen, musste das Gebiet, dessen Überschwemmung seine Ursache im Deichbruch bei Fischbeck hatte, östlich über Rhinow und Rathenow umgangen werden, um dann von Süden her in den Einsatz zu gehen. Die Kräfte aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hatten den Auftrag, die in Kamern eingesetzten Feuerwehrbereitschaften aus dem Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) abzulösen, eine Notstromversorgung aufrecht zu erhalten, die Deiche zu sichern und eintretendes Sickerwasser abzupumpen. Gegen 13 Uhr löste zunächst das Gettorfer LF 16-TS eine Gruppe aus dem Altmarkkreis Salzwedel ab. In diesem Moment erhöhte sich die anfallende Wassermenge so stark, dass wir an einem zweiten Schacht unmittelbar neben den Gettorfern in Stellung gingen und gemeinsam rund 3500 Liter pro Minute über den Deich in die Feldmark pumpten, nur um den Wasserstand zu halten.

Kamern hatte einen Deich um den Ortskern, da schon früher der Elbdeich bei Fischbeck öfter brach und dann Kamern „abgesoffen“ ist, zuletzt 1920. Zu DDR-Zeiten wurde der Deich zum Teil, vor allem im Osten, zugunsten landwirtschaftlicher Nutzung entfernt. Der verbliebene Deich am Kamernschen See im Bereich eines Campingplatzes war nicht gepflegt worden und in entsprechendem Zustand. Bereits am 6. Juni ist mit Befüllen und Verbauen von Sandsäcken begonnen worden, am 10. Juni brach der Deich in Fischbeck. Am 11. und 12. Juni wurde der Deichbau durch THW- und Bundeswehrkräfte unterstützt. Am 13. Juni erreichte das Hochwasser Kamern und überflutete den zwischen Deich und Kamernschen See liegenden Campingplatz. Am 14. Juni brach ein provisorischer Deich, der das Umfließen des Ortes auf der Nordseite verhindern sollte, sodass der Ort aufgegeben und Alte und Kinder evakuiert wurden. Noch am selben Tag wurde mit dem Bau eines 1,20 m hohen Notdeichs entlang der von Norden nach Süden verlaufenden Chausseestraße begonnen, um zumindest die zentrale Ortslage zu schützen. Unterstützung kam dabei vom THW und den Salzwedeler Feuerwehrkräften, sodass der Deich rechtzeitig fertig wurde.

Nachdem die Deiche durch die Einsatzkräfte aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde kontrolliert worden waren und im Bereich der „Schulküche“ eine sog. Quellkade zur Deichverteidigung hergestellt war, erwies sich die Lage als stabil, sodass am Abend des 16. Juni zu einem 6-stündigen Schichtbetrieb zwischen erster und zweiter Bereitschaft übergangen wurde. Als Unterkunft wurde die Sporthalle bezogen. Kräfte konnten nicht abgezogen und anderweitig eingesetzt werden, da aufgrund des Wasserdrucks und des Allgemeinzustandes des Deiches bei Problemen sofort mit vielen Einsatzkräften hätte reagiert werden müssen.

Am 17. war ein leichtes Sinken der Wasserstände durch die Maßnahmen zum Schließen der Lücke im Fischbecker Deich spürbar. Am 18. konnte der Deichbruch, der für das Umfließen des Ortes verantwortlich war, wieder geschlossen werden, sodass der Bereich Chausseestraße bis zum nächsten Morgen trocken fiel. Das Schließen des Deichbruchs brachte so weit Entlastung, dass dann die Zustände der ersten Gebäude gemeinsam mit den Bewohnern erkundet und erste Maßnahmen zur Schadensbeseitigung getroffen werden konnten.

Am Abend des 18. Juni gaben die Kamerner als Dankeschön ein Grillfest für uns und ein etwa zehnjähriger Junge hat diesen Brief für unsere Einsatzkräfte abgeben. Am 19. wurden wir durch zwei Feuerwehrbereitschaften des Kreises Pinneberg abgelöst. An unserer Einsatzstelle wurden durch die Besatzungen der LF 16-TS aus Büdelsdorf und Flintbek im Wechsel mit Gettorf und Holtsee ingesamt rund 15 Millionen Liter Wasser abgepumpt. Unsere Vorbaupumpe hat in diesen wenigen Tagen noch einmal genausoviele Betriebsstunden abgeleistet, wie in den 28 Jahren zuvor.

Um 18:20 Uhr marschierten wir Richtung Schleswig-Holstein ab. Zuvor bedankten wir uns vor allem bei den Kamernschen Frauen für die tolle Versorgung – es gab immer heißen Kaffee, geschmierte Brote und Brötchen, Kuchen und Obst – mit einer Schleswig-Holstein-Flagge, auf der alle Einsatzkräfte unterschrieben haben, sowie das Ergebnis einer Sammlung unter den Einsatzkräften als Zuschuss für ein schönes Helferfest. Gemeinsamer Auslaufpunkt war der Rastplatz Schackendorf an der A 21, wo die Fahrzeuge noch einmal betankt wurde. Um 2:10 Uhr wurde Holtsee erreicht.

Von dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Kameraden der Bereitschaft, an den Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kamern und seine Leute und an Bürgermeister Klaus Beck für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung, an die Arbeitgeber für die Freistellung und an die vielen freiwilligen Helferinnen in der „Schulküche“, die immer etwas zu essen und zu trinken für uns hatten und den Sanitärbereich sauber gehalten haben.

Weitere Informationen und Bilder, insbesondere aus Kamern, gibt es auf www.kamern.com und www.volksstimme.de.

30. Mai 2013 – Von der Alarmübung in den Realeinsatz
Pneumatische Sirene

Gleich zweimal heulten die Sirenen am Abend des 30. Mai. Um 19:05 Uhr wurde die Holtseer Wehr nach Haby alarmiert. Der Habyer Gemeindewehrführer Lutz Fiß führte eine Alarmübung durch, bei der auch die Holtseer Wehr eingebunden wurde. Nach einer knappen halben Stunde war die Übung beendet und die Wehren begannen mit dem Rückbau der Leitungen und dem Verladen des Gerätes, als in Holtsee erneut die Sirene alarmierte. Aus Sehestedt war eine Rauchentwicklung im Sportheim gemeldet worden. Nach einer Erkundung wurde eine defekte Waschmaschine als Ursache ermittelt. Gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet. Anschließend fuhr die Wehr wieder nach Haby, wo die Nachbesprechung der Übung durchgeführt wurde.

12. Mai 2013 – Besuch in Marnheim
„Eheringe“ aus D-Schäuchen
Übergabe des Gastgeschenkes durch Kai-Uwe Haß (li.) und Manfred Ströh (re.) an Ulf Brandmeyer (Mitte)

Morgens um 4 Uhr ging es am Himmelfahrtstag los, rund 700 Kilometer mit dem Bus nach Marnheim. Da es auf der Strecke keine Staus gab, erreichten wir das Ziel eine gute Stunde früher als geplant. Nachdem alle Mitfahrer auf die Quartiere aufgeteilt waren, gab es am Abend einen zünftigen Kameradschaftsabend. Als Gastgeschenk überreichte Wehrführer Kai-Uwe Haß dem Marnheimer Wehrführer Ulf Brandmeyer zwei verbundene „Eheringe“ aus zwei kurzen D-Schäuchen.

Der Warteturm in Albisheim
Warteturm in Albisheim

Obwohl die Nacht zu Himmelfahrt schon recht kurz war, schafften es einige auch die Nacht nach Himmelfahrt deutlich zu verkürzen, sodass die Äuglein am nächsten Morgen bei dem einen oder anderen noch recht klein waren, als es zunächst mit Pferden, später mit dem Traktor, im Planwagen zum Warteturm in Albisheim ging. Bei Weck, Worscht un Woi wurde dann aber auch der Letzte wieder munter, sodass beim Pokalschießen am Nachmittag alle Schießscheiben getroffen wurden. Fast schon traditionell wurden die Pokale wieder von den Holtseer Damen und Herren gewonnen. Christa Ströh konnte den Sieg des Vorjahres wiederholen, und Andre Koberg schaffte mit 94 von 100 möglichen Ringen ein herausragendes Ergebnis und gewann bei den Herren.

Die Sieger des Vergleichsschießen
Erfolgreiche Schützen: Christa Ströh und Andre Koberg

Am Sonnabend Morgen wurde der Bus erneut bestiegen und es ging nach Heidelberg, wo man mit der Bergbahn auf den Königsstuhl fuhr und später Schloss und Stadt besichtigte. Auch wenn die Fernsicht vom Königstuhl nur für die Stadt Heidelberg reichte, spielte das Wetter die vier Tage mit. Die Regenschirme wurden nicht gebraucht. Am Sonntag Morgen ging es dann zurück nach Holtsee und trotz eines insgesamt hohen Verkehrsaufkommens wurden für den Rückweg nur wenige Minuten mehr als für den Hinweg benötigt.

Von dieser Stelle noch einmal vielen Dank nach Marnheim für die schönen Tage.

26. April 2013 – Brennender Hochsitz
Pneumatische Sirene

Kurz nach 16 Uhr wurde ein brennender Hochsitz am Heerweg gemeldet. Die Brandbekämpfung erfolgte durch Absägen des schwer beschädigten Hochsitzes und Löschen mit Sand aus der nahen Kieskuhle. Nach einer knappen Stunde waren die Einsatzkräfte wieder im Gerätehaus.

22. April 2013 – Kleinbrand
Pneumatische Sirene Brandstelle in der Gemarkung Haby am 22.04.13

Gegen 17:20 Uhr wurde Vollalarm für die Holtseer Wehr ausgelöst. Kurz danach wurden auch Haby, Sehestedt und Groß Wittensee alarmiert. Gemeldet war ein Brand zwischen Haby und Holtsee. Die erste Vermutung, dass es sich um das Abbrennen von Buschwerk an der Sehesteder Straße handelt, erwies sich als falsch. Die Brandstelle befand sich mittig zwischen dem Kampenredder (Haby—Ropahl) und dem nördlich gelegenen unbefestigten Wirtschaftsweg. Dort hatten spielende Kinder das Feuer gemeldet. Es war wegen der schwachen Rauchentwicklung nur schwierig zu entdecken, zumal es keine direkte Zufahrt hab. Nachdem der Brandherd lokalisiert wurde, konnte er von einer verstärkten Gruppe mit dem LF 16-TS bekämpft werden. Das Löschwasser wurde dazu einem nahegelegenen Tümpel entnommen. Während die Sehestedter Wehr in Ropahl in Bereitschaft ging und nach kurzer Zeit aus dem Einsatz entlassen werden konnte, wurde der Einsatz für Groß Wittensee bereits auf der Anfahrt abgebrochen. Der Einsatz war nach einer knappen Stunde beendet.

11. April 2013 – Alarmübung
Pneumatische Sirene

Gegen 18:30 Uhr ließ der designierte Holtseer Wehrführer Kai-Uwe Haß die Sirenen auslösen. Geübt wurde in einem Haus in der Dorfstraße, das in nächster Zeit abgebrochen werden soll. Daher war insbesondere für die Atemschutzgeräteträger ein realistisches Einsatzszenario in einem unbekannten, verwinkelten Wohnhaus möglich. Durch eine Nebelmaschine war das Haus vorher so verraucht worden, dass so gut wie keine Sicht vorhanden war. Unterstützt wurde die Holtseer Wehr von der Wehr aus Haby, die den Schutz eines Nachbargebäudes übernahm. Auch deren Atemschutzgeräteträger konnten in dem Gebäude üben.

Da das Haus noch einige Wochen stehen wird und hervorragende Bedingungen für die Atemschutz-Ausbildung bietet, wurde für den 23. April eine Übung für die Atemschutzgeräteträger vereinbart. Dazu wurde dann auch die Nachbarwehr aus Sehestedt eingeladen.

15. März 2013 – Claus Henning neuer stellvertretender Wehrführer
Kai-Uwe Haß, Heinrich Möller, Claus Hennung, Hendrik Tietje
Der zukünftige Wehrführer Kai-Uwe Haß mit den frisch Gewählten: Heinrich Möller, Claus Henning und Hendrik Tietje (v. l.)

45 Aktive waren am Freitagabend im Feuerwehrgerätehaus versammelt, um die nach der Jahreshauptversammlung notwendig geworden Wahlen durchzuführen. Nach der Begrüßung durch den scheidenden Wehrführer Heinrich Möller war zunächst der Stellvertreter seines Nachfolgers Kai-Uwe Haß zu wählen. Bei Jens-Peter Frank, der den Bürgermeister vertrat, waren die beiden stellvertretenden Gruppenführer Claus Henning und Sönke Koberg vorgeschlagen worden. Mit knapper Mehrheit entschied sich die Versammlung für Claus Henning.

Zum Führer der Reserveabteilung wurde einstimmig Heinrich Möller gewählt, der damit – wie so oft in seiner Feuerwehrlaufbahn – das Amt von Wolfgang Ströh übernahm, der dieses Jahr in die Ehrenabteilung übergewechselt war. Zum Nachfolger von Claus Henning als stellvertretender Gruppenführer wurde Hendrik Tietje gewählt, der auch das Amt des Schriftführers weiter wahrnehmen möchte.

1. Februar 2013 – Jahreshauptversammlung

Um 19:30 Uhr begrüßte Wehrführer Heinrich Möller den Bürgermeister, die Gemeindevertreter, den Kreiswehrführer, die Gäste der Nachbarwehren und die Aktiven, die Ehrenmitglieder sowie die erschienenen fördernden Mitglieder zur – wie er betonte – letzten Mitgliederversammlung unter seiner Leitung.

Zwölf Einsätze konnte die Wehr im vergangenem Jahr verzeichnen, darunter vier Fehlalarme durch einen Brandmelder in der Käserei. Dieses Problem soll sich aber durch regelmäßige Wartung lösen lassen. Tief bewegt hat den Wehrführer der tödliche Badeunfall im Sommer, der der zweite in seiner zwölfjährigen Amtszeit war. Daneben gab es zwei Kleinbrände, die mit der Kübelspritze gelöscht werden konnten, und zwei kleinere technische Hilfen, bei denen ein bzw. zwei Kameraden benötigt wurden.

Größere Einsätze waren der Unfall eines Milchlasters am Habyer Ortseingang sowie ein Strohballenbrand zwischen Haby und Holtsee und der Brand des Reetdachhauses in Haby im November. Hier betonte Heinrich Möller die gute Zusammenarbeit mit den Wehren aus Haby und Gettorf. Die Zusammenarbeit der Wehren wurde auch von Uwe Schmidt, stellvertretender Wehrführer der FF Haby, und Matthias Meyer, Zugführer in der FF Gettorf, gelobt. Neben den Vertretern der Wehren aus Haby und Gettorf nahmen auch der Wehrführer der FF Sehestedt Volker Wehnsen und sein Stellvertreter Olaf Illgner an der Holtseer Versammlung teil.

Der Jugendwart Manfred Ströh berichtete von den Aktivitäten des Vorjahres und insbesondere vom „Berufsfeuerwehrtag“, an dem die Jugendlichen einen 24-Stunden-Dienst mit diversen Einsätzen absolvieren. Diese Veranstaltung wird begeistert angenommen. Ein weiterer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Teilnahme an einem Ferienlager in Putlos, das von der Bundeswehr organisiert wurde. Hierbei ging Manfred Ströh auf die Situation der Betreuer ein und betonte, dass diese Woche zwar sehr viel Spaß mache und toll organisiert sei, aber man hier – entgegen mancher landläufigen Meinung – nicht von „Urlaub“ reden könne, jedenfalls nicht bei den Betreuern. Schließlich trage man eine hohe Verantwortung und möchte alle Kinder gesund und munter den Eltern wieder übergeben. Er dankte schließlich seinen Mitstreitern Daniel Ströh, Hendrik Tietje und Sönke Koberg.

Bürgermeister Ulfert Geertz überbrachte die Grüße der Gemeindevertretung und dankte den Nachbarwehren für ihre immerwährende Bereitschaft, in Holtsee zu helfen. Explizit erwähnte er in seinen Grußworten den Kameraden Joachim Brandt für seine Unterstützung im Rahmen der Krisenintervention nach dem Badeunfall und Michael Möller für sein Engagement, das schließlich zur Anschaffung des Brandschutzmobils führte. Schließlich dankte der Bürgermeister der Wehr für ihren Einsatz und Heinrich Möller für die in den letzten Jahren und Jahrzehnten geleistete Arbeit.

Kai-Uwe Haß
Der zukünftige Wehrführer Kai-Uwe Haß
Sönke Marten (links) und Bert Makoben (rechts)
Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber: Sönke Marten (links) und Bert Makoben (rechts)
Wolfgang Ströh (links) und Albert Krohn (rechts)
Die neuen Ehrenmitglieder Wolfgang Ströh (links) und Albert Krohn (rechts)
Mathias Schütte (links) und Heinrich Möller (rechts)
Kreiswehrführer Mathias Schütte (links) zeichnet Wehrführer Heinrich Möller (rechts) mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus

Auch Kreisbrandmeister Mathias Schütte dankte der Wehr für ihre Arbeit. Er überbrachte die Grüße des Kreisvorstandes und vom Amtswehrführer Peter Thoms, der erkrankt ist und leider an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Der Kreiswehrführer ging auf die Umstellung zur digitalen Alarmierung ein, die im Großen und Ganzen hervorragend funktioniert hat, und gab einen Ausblick auf die Anschaffungen für den Digitalfunk im Jahr 2016 oder 2017. Er sei zuversichtlich, dass die derzeit noch bestehenden technischen Probleme bis dahin von den Anbietern gelöst werden. Im übrigen empfahl er der Gemeindevertretung, die verschobene Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs noch einmal zu überdenken, da derzeit die Zuschüsse von 25 auf 30 Prozent angehoben seien und noch Mittel zur Verfügung stehen.

Höhepunkt der Versammlung war in diesem Jahr die Wahl des Nachfolgers von Heinrich Möller. Einziger Kandidat war sein Stellvertreter Kai-Uwe Hass, der einstimmig gewählt wurde. Kai-Uwe Hass ist seit 30 Jahren aktiver Feuerwehrmann, davon 10 Jahre Gruppenführer und 12 Jahre stellvertretender Wehrführer. Der Gruppenführer der 1. Gruppe Martin Ströh wurde ebenso wiedergewählt wie der Funkbeauftagte Daniel Ströh. Neuer Sicherheitsbeauftragter wurde Timo Anders, der Burkhard Mohr ablöst, der sich nach 18 Jahren für diese Funktion nicht mehr zur Verfügung stellte.

Neu in die Wehr aufgenommen wurde Gabriele Zielke, die in der Jugendfeuerwehr in Gettorf, später in der Feuerwehr Groß Königsförde aktiv war und nun in Holtsee wohnt. Sie ist damit die erste Frau in der Holtseer Wehr. Ebenfalls eingetreten ist Michael Schubert, der bei der Flughafenfeuerwehr der Bundeswehr in Hohn beschäftigt und somit bereits für den Einsatz vollständig ausgebildet ist. Für 10 Jahre Mitgliedschaft in einer Feuerwehr wurden Christian Bünz und Ingo Haß, für 20 Jahre Martin Thormählen, für 30 Jahre Kai-Uwe Haß und für 60 Jahre das Ehrenmitglied Kurt Daufeld geehrt. Das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Bert Makoben und Sönke Marten. Zum Feuerwehrmann wurde Ole Ströh befördert, zum Oberfeuerwehrmann Arne Möller, Kai Steffen und Timo Ströh und zum Hauptfeuerwehrmann Christian Bünz und Hans-Peter Junge.

In die Ehrenabteilung überstellt wurden Albert Krohn nach 33 Jahren und ein sichtlich bewegter Wolfgang Ströh, der 45 Jahre aktiv war, davon 32 Jahre im Vorstand. Er war der Vorgänger von Heinrich Möller und ebenfalls zwölf Jahre Gemeindewehrführer gewesen. Sein wohl bewegendster Einsatz war der Brand des Landgasthofes, in dem er quasi aufgewachsen war und dessen vollständige Zerstörung er als Wehrführer bei dem Brand 1992 nicht verhindern konnte.

Nachdem Heinz Barbarino auf die Marnheimfahrt hingewiesen und die Kameraden aufgefordert hat, sich bei ihm oder bei Manfred Ströh für die Fahrt anzumelden, übergab Heinrich Möller den Zeigestab, den er von seinem Vorgänger Wolfgang Ströh nach der Wahl vor zwölf Jahren erhalten hatte, an seinen Nachfolger Kai-Uwe Haß und wünschte ihm und der Wehr alles Gute. Bevor Heinrich Möller die Versammlung schließen konnte, meldete sich der Kreiswehrführer Mathias Schütte noch einmal zu Wort und würdigte in einer kleinen Rede die Leistungen und Verdienste Heinrich Möllers, der nicht nur Holtseer Gemeindewehrführer war, sondern auch im Katastrophenschutz als stellvertretender Bereitschaftszugführer und auf Kreisebene als Mitglied in der Bewertungskommission „Roter Hahn“ aktiv war. Zum Schluss zeichnete er Heinrich Möller mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus.

19. Januar 2013 – Fehlalarm
Pneumatische Sirene

Gegen 14:25 Uhr löste die Brand­melde­anlage im Verpackungs­mittel­lager der Käserei einen Alarm aus. Mit uns wurden die Wehren aus Haby und Sehestedt, sowie der Rettungswagen aus Gettorf und die Polizei alarmiert. Der Alarm stellte sich zum wiederholten Male als Fehl­funktion eines Brand­melders heraus.

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